Fraud — auf Deutsch: Betrug — ist die bewusste Täuschung einer Person oder Organisation zum eigenen Vorteil. Im digitalen Kontext bedeutet das: gestohlene Identitäten, gefälschte Transaktionen, manipulierte Systeme.
Anders als Ransomware oder klassische Malware setzt Fraud nicht unbedingt auf technische Schwachstellen. Die Schwachstelle ist der Mensch. Vertrauen wird ausgenutzt, Dringlichkeit wird erzeugt, Realität wird imitiert.
Fraud ist oft das erste Glied in einer längeren Angriffskette — ein gestohlenes Passwort wird zu einem kompromittierten Account, der Account zu einem Netzwerkzugang, der Zugang zu einem Ransomware-Angriff.
Kein Fraud-Angriff ist zufällig. Hinter professionellen Operationen stecken arbeitsteilige Gruppen — Spezialisten für Datenbeschaffung, Geldwäsche, Kommunikation und Technik. Ein echter Marktplatz mit Angebot und Nachfrage.
Im Darknet werden gestohlene Datensätze pro Stück für Cents gehandelt. Eine vollständige Identität — Name, Adresse, Ausweisnummer, Kreditkarte — kostet zwischen $15 und $150. Skalierung ist trivial.
Die gefährlichsten Angreifer brauchen keine Malware. Ein Anruf beim Kundendienst, die richtige Stimme, die richtigen Daten — und ein Account gehört ihnen. Social Engineering schlägt Technologie.